Der m² MedienMittwoch findet kontinuierlich am zweiten Mittwoch jeden Monats an wechselnden Orten im Rhein-Main-Gebiet statt.
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13. April 2005 | 19:00 Uhr
Das Fernsehen hat sich gewandelt von einem Kulturmedium zu einem Unterhaltungsmedium, die primäre gesellschaftspolitische Grundorientierung des Fernsehens ist einer immer dominanteren wirtschaftlichen Zielrichtung gewichen. Haben sich durch den zunehmend ökonomisierten Marktwettbewerb auch die bisherigen menschlichen beziehungsweise gesellschaftlichen Ziele verändert? Werden sie heute anders angegangen, oder verschwinden sie ganz aus dem Blick? Wird die Diktatur der Quote für alle Marktteilnehmer immer erdrückender?
Gilt heute noch das Diktum des ehemaligen RTL-Chefs Hans Thomas "Der Wurm muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler", ist es richtig, wenn man sagt: "Wenn die Quote stimmt, stimmt alles"?
Öffnen in Kakerlaken badende Küblböcks die Grenzen zur Hölle, wie Walter Jens befürchtet? Oder, so fragen wir, sind Programme wie diese nicht mehr und nicht weniger als Reaktionen auf Unterhaltungsbedürfnisse, die bestehen, ob sie denn mit derartigen Programmen befriedigt werden oder nicht?
Gibt es den reinen Quotenerfolg? Oder hat er einen Preis, den irgendwann, irgendwie die Gesellschaft zahlt? Kann, was kommerziell erfolgreich ist, für Mensch und Gesellschaft schädlich sein?
Der MedienMittwoch möchte diese Fragen aufgreifen und sie mit zwei Programmvermarktern, einer Mediadirektorin und einem Medienwissenschaftler diskutieren.