Der m² MedienMittwoch findet kontinuierlich am zweiten Mittwoch jeden Monats an wechselnden Orten im Rhein-Main-Gebiet statt.
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13. Oktober 2004 | 19:00 Uhr
Unter Vorgabe der EU-Richtlinie "Urheberrecht in der Informationsgesellschaft" trat im September 2003 das neue Urheberrecht in Deutschland in Kraft. Keiner der hiervon Betroffenen war damit besonders glücklich: auf der einen Seite ging Rechteinhabern die Novelle nicht weit genug, auf der anderen Seite sprachen Softwareanbieter für Kopierprogramme gar von Enteignung. Bundesjustizministerin Brigitte Zypries hat aus dieser Not eine Tugend gemacht und ein – für Gesetzesvorhaben relativ einmaliges – Mediationsverfahren für den sogenannten 2. Korb initiiert. Hierbei wurden alle Interessensgruppen aufgefordert, Stellungnahmen abzugeben und sich an unterschiedlichen Arbeitsgruppen zu beteiligen.
In der aktuellen Diskussion sind besonders die gegensätzlichen Standpunkte "Freie Nutzung" und "Kommerzialisierung" hör- und sichtbar. Hintergrund dieser Kontroverse ist die von Internet-Usern der ersten Stunde vertretene Auffassung, dass das Internet zum freien Wissensaustausch konzipiert worden ist. Durch die Entwicklung zum Massenmedium haben sich naturgemäß die Anwendungsmöglichkeiten erweitert, sie beinhalten jetzt auch kommerzielle Verwertungsformen. Im Zusammenhang mit der bevorstehenden weiteren Änderung des Urheberrechts geht es also um die Frage der Absicherung von Rechten und einer "fairen" Vergütung für Urheber in der Informationsgesellschaft.
Der MedienMittwoch im Oktober stellt die aktuelle Diskussion und das laufende Gesetzgebungsverfahren zum neuen Urheberrecht vor. Für einen ersten allgemeinen Überblick werden im Rahmen eins Kurzreferats die Grundlagen und Entwicklungen des Urheberrechts sowie die Notwendigkeit einer Anpassung an die Erfordernisse im Digitalen Zeitalter dargestellt. Im anschließenden Gespräch klären jeweils ein Vertreter von Attac, GEMA und Bundesverband der Phonographischen Wirtschaft die unterschiedlichen Positionen.