Der m² MedienMittwoch findet kontinuierlich am zweiten Mittwoch jeden Monats an wechselnden Orten im Rhein-Main-Gebiet statt.
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08. Oktober 2003 | 19:00 Uhr
Es ist ein offenes Geheimnis, dass deutsche Kapitalanleger die amerikanische Filmindustrie tatkräftig unterstützen. So flossen seit 1997 rund acht Milliarden Euro in geschlossene Medienfonds - und der überwiegende Teil davon gleich weiter über den großen Teich. Mit den Geldern wurden Klassiker wie "Kramer gegen Kramer" ebenso finanziert wie der aktuelle Blockbuster "Terminator 3". Der Vorteil für den Anleger: Als sogenannter Hersteller konnte dieser die investierte Summe sofort steuerlich absetzen.
Das vermeintliche "Steuerschlupfloch" soll jetzt durch einen neuen Medienerlass gestopft werden. Der seit Anfang August kursierende Entwurf sieht vor, dass die Anleger vom Fiskus nur noch dann als Hersteller angesehen werden, wenn diesen auch ein tatsächliches Mitspracherecht bei der Produktion eingeräumt wird. Wie geht es also weiter mit den Medienfonds? Denn es ist kaum vorstellbar, dass sich die Hollywood-Studios von einem deutschen Anleger bei der Auswahl von Drehbüchern, Regisseuren und Darstellern dreinreden lassen.
Michael Oehme, als Vorsitzender des Verbands Deutscher Medienfonds und Chefredakteur von Finanzwelt intimer Kenner des Markts, stellt im Rahmen eines Vortrags die steuerlichen und wirtschaftlichen Grundlagen von Medienfonds vor. Gleichzeitig gibt er einen Überblick über die Auswirkungen des neuen Medienerlasses und stellt die sich daraus ergebenden Chancen für deutsche Produzenten vor.