Der m² MedienMittwoch findet kontinuierlich am zweiten Mittwoch jeden Monats an wechselnden Orten im Rhein-Main-Gebiet statt.
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12. Februar 2003 | 19:00 Uhr
Eine provokante These soll eine lebhafte Diskussion über alte und neue Analyseinstrumente im Umgang mit Medienunternehmen auslösen. Es geht darum zu erfahren, wie im Umgang mit Medienunternehmen und ihren Produkten eingefahrene Denkstrukturen aufgebrochen werden und wie neue Perspektiven aussehen können.
Die These: Beratungsunternehmen nehmen bei der Analyse angeschlagener, in Schwierigkeiten befindlicher Medienunternehmen (z.B. Zeitungen) gerne altbekannte Perspektiven ein: Beim Blick aufs Unternehmen fallen die Kosten ins Auge und hier insbesondere die Personalkosten. Die Empfehlung lautet: Stellenabbau. Das Produkt selbst, sein Vertrieb etc. bleiben unbeachtet.
Unternehmensberater selbst sind sich der Notwendigkeit neuer Lösungsansätze bewußt: "The need for innovative business models is growing" heißt es bei Roland Berger. Und: "We look forward to shaping the future of media together with our innovative clients." KPMG sieht durch die schwierige Lage der Medienwirtschaft erhöhte Beratungsanforderungen, wobei besonders im Printmarkt Restrukturierungen notwendig seien. Auf der Website heißt es "Entschieden wird allzu oft ohne Einbezug systemischer Zusammenhänge und Wechselwirkungen. Mit einer umfassenden konsistent erarbeiteten und visionsbasierenden Strategie dagegen, können operative Entscheidungen klar gesteuert und alle Unternehmensbereiche einheitlich ausgerichtet werden."
Die Reflektion soll im Bewußtsein erfolgen, dass wer die Welt gestalten will, sie verstehen muss.
Die Podiumsdiskussion wird von Florian Schwinn, Chefredakteur und Herausgeber des Medienmagazins "Cut", moderiert.