Der MedienMittwoch im Rückblick / 2002 - 2015

Im Folgenden finden Sie Kurzinformationen zu allen 153 Veranstaltungen, die von der Initiative MedienMittwoch zwischen dem 9. Januar 2002 und dem 11. Mai 2015 ausgerichtet wurden.

2015 | 2014 | 2013 | 2012 | 2011 | 2010 | 2009 | 2008 | 2007 | 2006 | 2005 | 2004 | 2003 | 2002

2004

Videos Crossing Over - Zwischen Authentizität & Karaoke - Einblicke & Ausblicke mit Malcolm McLaren und Hermann Vaske

  08. Dezember 2004

   Museum für Kommunikation

Gäste:
Hermann Vaske
Autor, Regisseur, Produzent & Professor für Kommunikation, Hermann Vaske's Emotional Network

Malcolm McLaren
Artist, Malcolm McLaren

Malcolm McLaren ist der raffinierteste Verkäufer der Gegenwart, kaum einer inszeniert Produkte so authentisch wie McLaren die Produkte McLarens. Er ist der Erfinder des Punk und das Mastermind hinter den Sexpistols und Adam Ant. Heute produziert er mit den Kindern von Arri und Commodore Chip-Music – für ihn Authentizität im Zeitalter gesichtsloser Musik. Musik, so McLaren, habe viel von ihrer Mystik verloren, seit der Künstler hinter dem Werk unbekannt und die Musik gesichtslos geworden sei. "Wir leben in einer Welt der Zweitverwertung, die ohne jeglichen Standpunkt auskommt, in der hohe und niedrige kulturelle Standards miteinander verschmelzen. Es geht nur noch um Product Placement, Marketing, Verkaufen. Alles wird zum käuflichen Produkt." Die Kultur selbst sei festgefahren, sie stagniere und sei auch nur noch Produkt. "Deswegen kann es keinen Underground, keine Avantgarde mehr geben. In dieser Situation hast Du nur noch die Möglichkeit, dich hinzustellen und zu sagen »Ich bin nicht käuflich!«"

Dass diese Position der Authentizität Erfolg befördern kann, haben McLaren und Vivienne Westwood in den siebziger Jahren mit ihrem Londoner Laden gezeigt: "Jeder, der in den Laden reinkam, merkte, ‚Dies ist ein magischer Ort‘. Es war kein Shop. Es war überhaupt nicht darauf angelegt, dir etwas verkaufen zu wollen. Nein, ganz im Gegenteil: Es ging grade darum, nichts zu verkaufen. Sobald der Laden Erfolg hatte, habe ich ihn geschlossen."

Wie fällt nach 25 Jahren McLarens Analyse der Videokunst bezüglich Werbung, Musikvideos, Kunstvideos aus? Welche Ausblicke ergeben sich aus dem Stand der Dinge? Welche Möglichkeiten bietet das Medium Künstlern? Wo gibt es den von David Bowie in der Zukunft verorteten völlig neuen Künstlertyp an der Schnittstelle von Musik und Video? Wie sehen McLarens Erwartungen bezüglich der künstlerischen Umsetzungen aus? Wie wird die Videokunst die Kultur weiter verändern? Wie muß die von McLaren erhoffte neue Philosophie aussehen, die den Menschen die Fähigkeit zurückgibt, "zu träumen, unmögliches zu leisten, subversiv zu sein"?

Über diese und andere Fragen wird Hermann Vaske mit Malcolm McLaren sprechen. Zum Diskurs werden Beispiele aus der Videokunst gehören. Das Gespräch wird auf Englisch geführt.

Zeitgleich findet im Museum für Kommunikation die Ausstellung VIDEO - 25 Jahre Videoästhetik statt.




Projektwerkstatt Film – die Filmregion vernetzt sich

  10. November 2004

   IHK Frankfurt am Main, Großer Saal

Gäste:
Frank Lehmann
Leiter der ARD-FS-Börsenredaktion, Hessischer Rundfunk

Manuela Schiffner
Leiterin Kompetenzzentrum Kreativwirtschaft, Wirtschaftsförderung Frankfurt GmbH

Bernd Kracke
Präsident, HfG - Hochschule für Gestaltung Offenbach

Maria Wismeth
Geschäftsführerin Hessische Filmförderung, Hessische Filmförderung

Günther Kinstler
Festivalleiter LUCAS - Internationales Kinderfilmfestival, LUCAS - Internationales Kinderfilmfestival

Mike Ries
Chief Creative Officer, JWT Frankfurt, JWT Frankfurt

Im Januar diesen Jahres kamen knapp 700 Bürger und Bürgerinnen aus der Region FrankfurtRheinMain zur Regionalwerkstatt, die auf Initiative von m² MedienMittwoch und der Wirtschaftsinitiative Metropolitana ins Leben gerufen wurde. Hier wurden Ideen für die Region gesammelt. Im Fortgang werden jetzt zu ausgewählten Themenschwerpunkten Projektwerkstätten veranstaltet.

Bei der Projektwerkstatt Film werden fünf Projektideen vorgestellt, die mit Hilfe von Unternehmen und BürgerInnen umgesetzt werden sollen.

Die Themen: "Kinderfilmfestival Lucas" "Aufbau einer Hessischen Filmakademie" "Filmcommission FrankfurtRheinMain" "Ausbau des VDW Awards" in Frankfurt "Filmfeste RheinMain" (Veranstaltungskalender).

Zu diesen Themen werden Patinnen und Paten im Gespräch mit dem Moderator Frank Lehmann den Stand der Entwicklung darstellen und Fragen aus dem Plenum beantworten.




Veränderte Medienlandschaft und neues Urheberrecht

  13. Oktober 2004

   Johann Wolfgang Goethe-Universität, Hörsaal H

Gäste:
Oliver Moldenhauer
Mitglied im Attac-Koordinierungskreis, Attac Deutschland

Hans-Herwig Geyer
Leiter Kommunikation GEMA, GEMA

Thorsten Braun
Syndikus Phonoverbände, Bundesverband der Phonographischen Wirtschaft e.V.

Hermann Waldhauser
Rechtsanwalt der HEUSSEN Rechtsanwaltsgesellschaft mbH, HEUSSEN Rechtsanwaltsgesellschaft mbH

Jan Eggers
Multimedia-Redakteur, Hessischer Rundfunk

Unter Vorgabe der EU-Richtlinie "Urheberrecht in der Informationsgesellschaft" trat im September 2003 das neue Urheberrecht in Deutschland in Kraft. Keiner der hiervon Betroffenen war damit besonders glücklich: auf der einen Seite ging Rechteinhabern die Novelle nicht weit genug, auf der anderen Seite sprachen Softwareanbieter für Kopierprogramme gar von Enteignung. Bundesjustizministerin Brigitte Zypries hat aus dieser Not eine Tugend gemacht und ein – für Gesetzesvorhaben relativ einmaliges – Mediationsverfahren für den sogenannten 2. Korb initiiert. Hierbei wurden alle Interessensgruppen aufgefordert, Stellungnahmen abzugeben und sich an unterschiedlichen Arbeitsgruppen zu beteiligen.

In der aktuellen Diskussion sind besonders die gegensätzlichen Standpunkte "Freie Nutzung" und "Kommerzialisierung" hör- und sichtbar. Hintergrund dieser Kontroverse ist die von Internet-Usern der ersten Stunde vertretene Auffassung, dass das Internet zum freien Wissensaustausch konzipiert worden ist. Durch die Entwicklung zum Massenmedium haben sich naturgemäß die Anwendungsmöglichkeiten erweitert, sie beinhalten jetzt auch kommerzielle Verwertungsformen. Im Zusammenhang mit der bevorstehenden weiteren Änderung des Urheberrechts geht es also um die Frage der Absicherung von Rechten und einer "fairen" Vergütung für Urheber in der Informationsgesellschaft.

Der MedienMittwoch im Oktober stellt die aktuelle Diskussion und das laufende Gesetzgebungsverfahren zum neuen Urheberrecht vor. Für einen ersten allgemeinen Überblick werden im Rahmen eins Kurzreferats die Grundlagen und Entwicklungen des Urheberrechts sowie die Notwendigkeit einer Anpassung an die Erfordernisse im Digitalen Zeitalter dargestellt. Im anschließenden Gespräch klären jeweils ein Vertreter von Attac, GEMA und Bundesverband der Phonographischen Wirtschaft die unterschiedlichen Positionen.




Big Boom Home-Entertainment? Neue Vertriebswege für den Film

  08. September 2004

   Kleiner Saal im Zoo-Gesellschaftshaus

Gäste:
Harald Metz
Lichtspieldirektor, BERGER KINOS Frankfurt am Main

Achim Apell
Geschäftsführender Gesellschafter, Kinowelt Television GmbH

Burkhard Graßmann
Vorstand Medien der T-Online International AG, T-Online International AG

Klaus Schröder
Geschäftsführer 20th Century Fox Home Entertainment, Architektursommer Rhein-Main

Jochen Schütze
Autor, CINEMA, KINO Verlag GmbH Verlagsgruppe Milchstrasse

Cyrill Gutsch
Medienkünstler, Close to the Stars Dept / CCID - Cross Intelligence Dept, CCID - Cross Intelligence Dept

Der Medienmittwoch September widmet sich dem stark wachsenden Home-Entertainment-Markt. Wie sieht die Filmauswertung der Zukunft aus? Hierüber diskutieren Vertreter der Filmwirtschaft mit Anbietern neuer Vertriebswege.

Laut GfK verzeichnete die Home-Entertainment-Branche im Jahr 2003 neue Rekordumsätze, trotz Traumsommers und stark angestiegener Raubkopierkriminalität. Im vierten Jahr in Folge wurde ein neues Umsatzhoch verbucht. Mit dem Verkauf und der Vermietung von Bildtonträgern sind im vergangenen Jahr insgesamt 1,555 Mrd. € erwirtschaftet worden, was nach 1,4 Mrd. in 2002 einem weiteren Zuwachs von +11% entspricht. Der Gesamtmarktumsatz der Home-Entertainment-Branche übertrifft damit das Kinoeinspielergebnis aus dem gleichen Zeitraum (850 Mio. € nach Angaben der Filmförderungsanstalt FFA) somit um 83% und untermauert ein weiteres mal die Tatsache, dass das Geschäft mit DVDs und Videokassetten die umsatzstärkste Filmauswertungsstufe darstellt.

Die zunehmende Digitalisierung der Medienlandschaft beeinflusst dabei auch den Home-Entertainment-Markt. Neben neuen Vertriebswegen für Bildtonträger wie z.B. Internet-Videotheken und Online-Shops, rücken zunehmend auch digitale Übertragungswege in den Focus der Medienunternehmen.

Getragen von Breitbanddatenleitungen bekommen Fernsehsender und Videotheken seit einigen Jahren Konkurrenz durch Video-on-Demand-Angebote. Bereits seit 2001 können Kunden von Arcor Kinofilme als Video-on-Demand sehen, seit Ende letzten Jahres bietet T-Online Filme zum download über sein Portal an.

Im Anschluss an die Veranstaltung bieten wir den Gästen an diesem Abend als besonderes Highlight die Preview des Films "Fog of War". Der mit dem Oscar 2004 ausgezeichnete Film von Errol Morris wird um 22:15 Uhr - vor dem offizellen Deutschlandstart - im Berger Kino zu sehen sein.

Parkmöglichkeiten Zoo: Parkhaus Zoopassage RMV-Anbindung: U-Bahnhaltestelle Zoo oder S-Bahnhaltestelle Ostendstraße




"m² meet and greet" im Günthersburgpark

  11. August 2004

   Günthersburgpark

Gäste:
Michael Herl
Kabarettist und Leiter des Stalburg Theaters, Stalburg Theater

BERRY BLUE BAND
Musikband, BERRY BLUE BAND

Der Günthersburgpark lädt mit seinem alten Baumbestand und den vielen freien Wiesenflächen gerade im Sommer zum Verweilen ein. Der m²-MedienMittwoch im August steht ganz unter dem Thema Networking. An einem lauen Sommerabend lädt der MedienMittwoch zum gemütlichen Beisammensein und Kontakte knüpfen in das Stalburg-Theater im Günthersburgpark ein. Der Theatermacher und Kabarettist Michi Herl, wird eine Begrüßung halten. Im Anschluss sorgt die Berry Blue Band mit ihren Jazzstandards und einem Hauch von Blues für Sommerlaune.

Wir empfehlen die Anreise mit dem RMV, Straßenbahn Linie 12, Haltestelle Günthersburgpark.




Internet - Massenmedium für Markenwerbung

  14. Juli 2004

   Neue Börse

Moderator: Jo Groebel

Gäste:
Burkhard Köpper
Geschäftsführer jaron.DIRECT, jaron.DIRECT GmbH

Kai Bald
Director Group Branding & Advertising Deutsche Bank AG, Deutsche Bank AG

Moritz Diekmann
Marketing Innovation Manager Procter & Gamble, Procter & Gamble

Martin Hubert
Sprecher der Geschäftsführung BBDO InterOne, BBDO InterOne GmbH

Alexander Felsenberg
, Bundesverband Digitale Wirtschaft

Jo Groebel
Generaldirektor des Europäischen Medieninstituts Düsseldorf/Paris, Europäisches Medieninstitut e.V.

Paul Mudter
Geschäftsführer InteractiveMedia CCSP GmbH, InteractiveMedia CCSP GmbH

Warum Markenartikler Online-Werbung nicht mehr ignorieren können

MedienMittwoch Juli zum Thema Werbung im Internet

Das Internet ist ein Massenmedium, mit seinem Leitmedium "www" hat es eine Popularität erlangt, die größer ist als die des Mediums Print: 10% der täglichen Mediennutzungszeit entfallen in Deutschland bereits auf das Internet, 55% aller Bundesbürger sind regelmäßig online, suchen und finden dort Informationen, nutzen begeistert E-Mail, kaufen (und verkaufen) Produkte, chatten mit Menschen aus aller Welt etc. Das Internet wächst und gedeiht.

Doch die Werbung scheint das Medium weitgehend zu meiden: die Online-Brutto-Werbe-Spendings liegen derzeit nur bei 1,5%. Warum findet das Internet im Werbemarkt nicht die ihm gebührende Akzeptanz? Liegt es an der mangelnden Transparenz? Liegt es daran, dass die Standards für Reichweitenmessung zu klassischen Medien nicht kompatibel sind? Oder schlicht daran, dass in der Welt der Pop-Ups und Banner kreative, originelle Online-Werbung die Ausnahme ist?

Sicher hat der Internethype mit vollmundigen – nicht eingelösten – Versprechungen viele Werbekunden verprellt. Entscheider in den Marketingabteilungen werbungtreibender Unternehmen sehen Internet und denken bestenfalls "Response", schlimmstenfalls "falsche Zielgruppe, schlechte Erfahrungen, funktioniert nicht". Doch derartige Argumente gegen Online-Werbung sind mittlerweile eigentlich gleichbedeutend mit fehlender Innovationsbereitschaft. Das Internet hat alle Voraussetzungen, um im Medienmix als Instrument der Markenwerbung eingesetzt zu werden, es kann für Branding und Response genutzt werden, gleichzeitig und mit großem Erfolg, siehe Coca Cola, Sony Ericsson, Telekom.

Es gibt keinen Grund, warum diese Beispiele nicht auch auf dem Finanzmarkt Schule machen könnten: den Banken bietet das Internet im Kampf um Privatkunden vielfältige Möglichkeiten effektiv und zielgenau zu werben und die Marke zu stärken.

Im Konsumgüterbereich ist man bereits soweit: "Internet steigert Kaufbereitschaft" hat Procter & Gamble erkannt und beginnt, seine Media-Strategien zu überdenken. Welche Hürden sind noch zu nehmen, bevor das Medium sich als Mittel des Markenaufbaus und der Markenfestigung allgemein durchsetzen kann? Diese und andere Fragen rund um Online-Werbung behandelt der MedienMittwoch im Juli. "Online-Werbung wird eines der zentralen Instrumente für den Aufbau von Marken sein" lautet die These.

Was an kreativem Umdenken geleistet werden muß und wie die Bedürfnisse der Online-Nutzer adäquat genutzt werden können, darüber diskutieren Kai Bald von der Deutsche Bank, Moritz Diekmann von Procter & Gamble, Alexander Felsenberg vom Bundesverband Digitale Wirtschaft , Martin Hubert von BBDO InterOne, Burkhard Köpper von Jaron.DIRECT und Paul Mudter von InteractiveMedia.




Außenwerbung - "Die Zukunft liegt draußen"

  09. Juni 2004

   Fernbahnhof, Bahnhofshalle (Glaskuppel)

Gäste:
Hans Wall
Vorstandsvorsitzender Wall AG, Wall AG

Petra Sattler
Freie Mediaberaterin

Dieter Henzel
Verkaufsleiter Deutsche Eisenbahn Reklame GmbH, Ströer DERG Media GmbH

Joachim Fuchs
Leiter Werbung, Media & Promotion der Adam Opel AG, Adam Opel AG

Claus Theo Merkel
Geschäftsführer DSM Deutsche Städte-Medien GmbH, DSM Deutsche Städte-Medien GmbH

Straßentheater und Standortförderung mit den besonderen Eigenschaften der Außenwerbung, ihren wegweisenden Innovationen und ihrem qualitativen wie quantitativen Anspruch beschäftigt sich der 30. MedienMittwoch m2. Unter dem Motto "Die Zukunft liegt draußen" erörtern Kunden und Anbieter im Gespräch das wachsende Potenzial der Werbung "Out-of-Home".

Erfolgreiche Marken leben von ihrer Inszenierung, ihre Inszenierung lebt von der Öffentlichkeit. Kein anderes Medium stellt Öffentlichkeit schneller und wirkungsvoller her als die Außenwerbung: Sie macht landesweit Straßen und Plätze zur offenen Bühne für den Auftritt der Marken. Eine Vielfalt von Werbeträgern bis hin zu interaktiven Kommunikationsformen verleiht Außenwerbung Wandlungsfähigkeit vor wechselndem Publikum. So spielt die Außenwerbung in einem immer deutlicher segmentierten Medienmarkt ihre Stärke als letztes echtes Massenmedium aus: Weil jeder an ihr vorbeikommt, kommt keiner an ihr vorbei.

Werbung "Out-of-Home" verbindet alle Vorzüge gut gemachten Straßentheaters mit gezielter Standortförderung. Städte und Kommunen profitieren von kontinuierlichen Pachteinnahmen ebenso wie von der kostenlosen Verschönerung des öffentlichen Raums durch individuell designte Stadtmöbel. Hier finden sich Nutzer und Nutznießer von Außenwerbung weit über den üblichen Rahmen eines Mediums hinaus.

Im Rahmen einer Podiumsdiskussion wird über die künftige Gestaltung und Bedeutung der Außenwerbung als Mittel der werblichen Kommunikation und als prägenden Bestandteil des öffentlichen Raums gesprochen.




Eine Zensur findet statt

  12. Mai 2004

   DGB-Haus, Wilhelm-Leuschner-Saal (B&C)

Gäste:
Wolfgang J. Borgfeld
Redakteur, Deutscher Fachverlag GmbH

Helmut Romé
Herausgeber European Cigar Cult Journal, Falstaff-Verlags-Gmbh

Georgios Gounalakis
Professur für Bürgerliches Recht, Internationales Privatrecht, Rechtsvergleichung und Medienrecht Universität Marburg, Institut für Rechtsvergleichung Fachbereich Rechtswissenschaften Philipps-Universität Marburg

Manfred Moos
ver.di Fachbereich Medien, Kunst und Industrie, ver.di e.V. Fachbereich 8 Medien, Kunst und Industrie

Siegmund Drexler
Mitglied des Präsidiums der Landesärztekammer Hessen, Landesärztekammer Hessen

"Eine Zensur findet statt" lautet der provokante Titel des MedienMittwochs Mai. Ausgangspunkt ist die Diskussion über das Verbot von Tabakwerbung. Welche Folgen hat dieses, wenn man es konsequent zu Ende führt? Wir wollen uns des Themas im Rahmen einer Podiusmdiskussion annehmen und Antworten auf folgende Fragen finden:

Wie sieht die rechtliche Situation für Publizisten, Fotografen, Autoren, Filmproduktionen, Sender aus? Wie kann die Meinungsfreiheit geschützt werden? Welche Ansprüche auf zensurfreie Berichterstattung haben Leser und Zuschauer? Welche Ansprüche auf (beipsielsweise gesundheitspolitisch motivierte) Einschränkungen der Meinungsfreiheit können Individuen geltend machen? Wie steht es um historische Abbildung von Tabakwerbung? Steht diese unter dem Kunstvorbehalt oder ist diese auch von Zensur bedroht? Welche Freiheiten / Einschränkungen sind im Internet / Satellitenfernsehen denkbar / möglich / wahrscheinlich?

Welche Folgen hat das Tabakwerbeverbot, wenn man es konsequent zu Ende führt?

- für den Journalismus / die Publizistik?

In Frankreich wurde die Regionalzeitung "Sud Ouest" zu einem Bußgeld verurteilt, weil sie den Sieger des Formel1-Rennes von Ungarn gezeigt hatte und dabei das Signet einer Zigarettenmarke erkennbar war. In wiefern ist ab 2005 nach EU-Richtlinien eine Berichterstattung über Tabakprodukte noch zulässig? Darf man in Zukunft noch schreiben, dass eine Person genußvoll eine Zigarre raucht?

- für die Filmproduktion?

Bereits heute werden Filme gekürzt, geschnitten, verändert, um von der FSK attraktivere Altersfreigaben zu bekommen (statt frei ab 18 z.B. frei ab 16). Meist handelt es sich um Schnitte von Szenen, die Gewalt oder die Folgen von Gewalt zeigen. Werden in Zukunft diese Kriterien auch auf rauchende Protagonisten angewandt?

- für den Video-Verleih, die Fernsehauswertung?

In den USA gibt es bereits Videoverleiher, die Filme "familienfreundlich" bearbeiten, sprich: alle vermeintlich jugend- bzw. kindergefährdenden Inhalten (Sprache, Sexualität, Gewalt) entfernen. Dies ist auch für Szenen mit Tabak- Alkohol- und Drogenkonsum denkbar. Wie realistisch sind diese Szenarien für Deutschland / die EU? Müssen in Zukunft alte Filme (z.B. mit dem Meisterraucher Bogart) vor der Fernsehausstrahlung entsprechend bearbeitet werden?




Wirtschaftsfaktor Film: "Wer nicht vorkommt, ist schon weg" Film & Fernsehen in FrankfurtRheinMain

  14. April 2004

   Kinosaal des Deutschen Leder- u. Schuhmuseums Offenbach

Gäste:
Florian Schwinn
Rundfunk-Journalist & -Moderator

Ralf Schipper
Managing Director & Executive Producer Tempomedia Filmproduktion, Tempomedia Filmproduktion GmbH

Rolf Silber
Autor, Regisseur & Produzent, U5 Filmproduktion

Klaus-Jürgen Etzrodt
Leiter Service-Center Veranstaltungen Stadt Frankfurt am Main, Stadt Frankfurt am Main

Gerhard Grandke
Oberbürgermeister der Stadt Offenbach am Main, Stadt Offenbach am Main

Die Region hat ein Pfund: hier die Skyline von Mainhattan, dort Fachwerkensemble, hier urbane Geschäftswelt, dort ländliches Leben. Doch statt damit zu wuchern, wird viel getan, um Filmemacher davon abzuhalten, in FrankfurtRheinMain zu drehen. Dabei könnte die Region davon profitieren, wenn hier mehr Filme entstehen würden. Was hat der Standort auf der Habenseite zu bieten, wo fehlt es und wie könnte die Differenz ausgeglichen werden? Es geht um Filmförderung, diesmal sind Ideen gefragt, nicht Subventionen.

Die These: FrankfurtRheinMain ist kein Filmstandort, er könnte aber einer sein. Davon würde die Region insgesamt profitieren: Echte Filmsets und original Drehorte faszinieren das Publikum auch im Zeitalter digitaler Bildgestaltung, die Studios in Babelsberg bei Potsdam und der Bavaria in Unterföhring erfreuen sich gleichbleibend vieler Besucher. Wenn man Filmemacher die vielen guten Drehorte der Region nutzen lassen will, braucht es nicht sosehr Geld, als vielmehr Ideen. Und es braucht Mut, auch für die Abbildung von Klischees das Set zu stellen: "Trainspotting" hat Edinburgh ebensowenig geschadet, wie "Amsterdammed" der Metropole an der Amstel – im Gegenteil. Was hindert die Region, ihre Schauwerte jenseits der turnusmäßigen Tatorte zu propagieren? Hochhäuser und all die "unverbrauchten" Strassenschluchten könnten ein Eldorado für Werbefilmer sein, Produzenten aus aller Welt sollten aus einer umfassenden, internetgestützten Locations-Datenbank die Drehorte ihrer Begierde finden. Doch Frankfurt ist eine filmische Diaspora, in der bürokratische Hürden die Produzenten von Spiel- und Werbefilmen in anderen Städten drehen lassen. Es wird zu wenig getan, um Locations in FrankfurtRheinMain bekannt zu machen. Die Aktivitäten zur Vermarktung des Standorts sind halbherzig, Filmemacher sehen sich überflüssigen bürokratischen Hürden gegenüber, wenn sie hier drehen wollen.

Wie steht es um die "Filmregion" FrankfurtRheinMain? Nach einigen kleinen Filmausschnitten aus Filmen, die in Frankfurt und der Region spielen, soll dieses Thema in einer Diskussionsveranstaltung beleuchtet werden.




Von Fotos leben, oder: Wer bekommt wieviel für was?

  10. März 2004

   Leinwandhaus Fotografie Forum International

Gäste:
Günter Pfannmüller
Fotograf, Studio Pfannmüller

Rüdiger Schrader
Ressortleiter Bildredaktion Focus, Focus Magazin Verlag GmbH

Gero Furchheim
Bereichsleiter Unternehmenskommunikation Leica, Leica Camera AG

Bernd von Jutrczenka
Redaktionsleiter dpa Bilderdienste, dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH - Bilderdienste

Alexandra Lechner
Fotografin, Alexandra Lechner Photography

Günter Braus
Verleger, EDITION BRAUS im Wachter Verlag GmbH

Die technischen Grundlagen der Fotografie haben sich in den letzten zehn Jahren grundlegend geändert. Damit ging ein Wandel des Geschäfts mit Bildern einher. Die Voraussetzungen des Bildermachens und Bilderhandelns, die konkreten Umstände des Geschäfts und seine Perspektiven werden im Rahmen einer Podiumsdiskussion thematisiert. Die Teilnehmer sind Fotografen, Redakteure von Magazinen und Bildagenturen sowie Repräsentanten von Kameraherstellern. Der MedienMittwoch im März findet in Kooperation mit dem FFi - Fotografie Forum international im Leinwandhaus statt.




Games – Die unbekannte Wirtschaftsmacht

  11. Februar 2004

   metricminds

Gäste:
Olaf Wolters
Partner Hoppenstedt & Wolters Rechtsanwälte, HOPPENSTEDT RECHTSANWÄLTE

Stephan Helmut Reichart
Geschäftsführer Aruba Studios, Aruba Studios Christian Kaufmann & Stephan Reichart GbR

Christoph Klimmt
Wissenschaftlicher Mitarbeiter am IJK, Institut für Journalistik und Kommunikationsforschung

Stefan Layer
Business Development Director Atari Deutschland GmbH, Atari Deutschland GmbH

Marko Hein
Head of Product Analysis & Online Nintendo Europe, Nintendo of Europe GmbH

Martin Löhlein
Projektleiter Phenomic Game Development, Phenomic Game Development

Was 1952 mit einer Doktorarbeit an der University of Cambridge begann, hat sich inzwischen zu einer globalen Industrie mit einem Umsatz von jährlich rund 20 Milliarden Euro entwickelt. Und die Daddler sind Innovationsmotor für die Computerindustrie – sie haben mit ihrer Freizeitgestaltung wesentlich dazu beigetragen, dass die existierende Hardware immer wieder schnell an Grenzen stieß. Denn diese Spezies des homo ludens verlangt nach immer schnelleren, leistungsfähigeren Computern für ihr Hobby.

Computer- und Konsolenspiele sind inzwischen fester Bestandteil der Freizeitwelt, was nicht zuletzt an einem erheblichen Anstieg der durchschnittlichen Nutzungszeit abzulesen ist. Aus Spaß wurde also schon vor langem eine Branche, die marktwirtschaftlichen Regeln unterliegt und ein ungebrochenes Wachstumspotential besitzt. Ständige Neugründungen, Akquisitionen, Kooperationen und konkurrierende Standards sichern die Zukunftsfähigkeit dieser dynamischen Industrie.

Wie sie aber neben den sichtbaren Produkten aussieht und funktioniert, diese unbekannte Wirtschaftsmacht, das ist immer noch fast ausschließlich den Brancheninsidern bekannt. Grund genug für den MedienMittwoch, dieses Thema im Rahmen einer Podiumsdiskussion vorzustellen. Um dem Thema gerecht zu werden, nehmen hieran Experten aus den Bereichen Entwicklung, Vermarktung, Plattform und Soziologie teil.

Das Eingangsreferat übernimmt Medienanwalt Olaf Wolters, durch die Diskussion führt Stefan Reichart, Organisator des Developer Congress auf der Games Convention in Leipzig. Für diese Veranstaltung haben Sie die Möglichkeit, Fragen vorab zu stellen. Schicken Sie hierzu einfach eine entsprechende Mail an info@medienmittwoch.de.




Regionalwerkstatt FrankfurtRheinMain

  28. Januar 2004

   IHK

Gäste:
Albert Speer
Geschäftsführer AS&P, AS&P Albert Speer & Partner GmbH

Wilhelm Bender
Vorsitzender des Vorstandes Fraport AG, Wirtschaftsinitiative FrankfurtRheinMain e.V.

Johnny Klinke
Varieté Direktor, Tigerpalast

Michael Herl
Kabarettist und Leiter des Stalburg Theaters, Stalburg Theater

Die Regionalwerkstatt wird Visionen für das Rhein-Main-Gebiet entwickeln, die das Profil der Region in der internationalen Standortkonkurrenz schärfen und die Selbstwahrnehmung und Selbstdarstellung verbessern können. Dazu sollen in fünf Themenfeldern Leitideen gefunden werden. Sie sollen Basis sein für konkrete Projektarbeit. Ihre über die Region hinaus wirkende Strahlkraft soll die Attraktivität des Standorts für Bürgerinnen, Bürger und Investitionen verbessern. Die gemeinsame Umsetzung der Projekte soll das Identitätsgefühl der Bewohner stärken.

Die Themenfelder lauten: Wirtschaft und Ansiedlung Markenbildung und Kommunikation Kultur und Tourismus Sport und Freizeit Verkehr und Infrastruktur

Die Schirmherrschaft für die Regionalwerkstatt FrankfurtRheinMain hat der Vorsitzende des Präsidiums der Wirtschaftsinitiative Metropolitana FrankfurtRheinMain, Fraportchef Dr. Wilhelm Bender, übernommen. Die weiteren Teilnehmer der Podiumsdiskussion vom 12. November 2003 übernehmen die Patenschaft für jeweils ein Themenfeld.

Zum Abschluß der Veranstaltung dürfen wir uns auf eine Zusammenfassung der ersten Ergebnisse durch Michael Herl freuen.




New Year - New Challenges: A Media Outlook for 2004

  14. Januar 2004

   IHK Frankfurt am Main, Ludwig-Erhard Saal

Gäste:
Herbert Hirschler
Staatssekretär, Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung (FDP Hessen), FDP Hessen

Reinhard Müller
Leiter Branchengruppe Entertainment/Media, PricewaterhouseCoopers, PricewaterhouseCoopers Deutsche Revision AG

Im Jahr 2003 musste die Unterhaltungs- und Medienbranche mit Unsicherheiten kämpfen. Konsum- und Werbeausgaben gingen als Folge der Wirtschaftsflaute zurück und auch die regulatorischen Unsicherheiten wie beim Urheberschutz waren für die Entwicklung der Branche eher hinderlich. Welche Veränderungen stehen der Medienbranche noch bevor? Welche Trends und Entwicklungen können identifiziert werden und welche Umsatzprognosen können dabei abgeleitet werden?

Kurz: Wie wird das Jahr 2004 für die deutsche Medienbranche?

Dr. Rheinhard Müller, Leiter der Branchengruppe Medien/Entertainment bei PricewaterhouseCoopers wird einen Ausblick über die künftigen Entwicklungen der deutschen Medienindustrie geben. Seine Untersuchungen richten sich dabei auf elf Schlüsselsektoren im Medien- und Entertainmentbereich: Film, TV, Musik/Tonträgermarkt, Radio, Außenwerbung, Internet, Zeitschriften, Zeitungen, Buchverlage, Themen- und Freizeitparks sowie Sport. Neben dem Vergleichen der Trends zwischen den einzelnen Sektoren werden die Entwicklungen der deutschen Medienindustrie auch dem europäischen und amerikanischen Markt gegenübergestellt.

Mit der Landesinitiative hessen-media unterstützt die Hessische Landesregierung die Medienbranche am Standort. Welche Projekte und welche Ziele sich die Landesregierung für 2004 zur Stärkung des Medienstandorts vorgenommen hat, erläutert Staatssekretär Dr. Herbert Hirschler in seiner Begrüßungsrede.