Aktuelle Presseinformation

Was tun am Beginn des Post-Privacy-Zeitalters?

Die Nutzung von Big-Data ist unumkehrbar –
deshalb müssen wir datenkundig werden!

Der ehemalige Chefwissenschaftler von Amazon, Datenexperte und Buchautor
Dr. Andreas Weigend im Gespräch mit dem Buchautor und Kommunikationsexperten Hartwin Möhrle

Frankfurt am Main 13.06.2018 – Der MedienMittwoch #m2data mit Dr. Andreas Weigend, dem ehemaligen Chefwissenschaftler von Amazon, und dem Kommunikationsprofi Hartwin Möhrle zum Thema Big Data und Post Privacy verspricht eine kontroverse Auseinandersetzung. Weigend ist der Meinung “Wenn wir von sozialen Daten profitieren möchten, müssen wir Informationen über uns teilen. Punkt.” Er weiß, dass die Entwicklung unumkehrbar ist: Big Data ist da, die Nutzung zum Vorteil der Menschen ist nicht aufzuhalten. Gleichzeitig, so Weigend, werde die Privatsphäre romantisiert in der Hoffnung, „dass uns die Regeln der Vergangenheit auch in Zukunft schützen werden.“ Es müsse vielmehr darum gehen, Regeln für die Realitäten der Gegenwart und die Möglichkeiten der Zukunft zu entwickeln.

Momentan sind dystopische Szenarien sehr viel populärer als utopische. Hartwin Möhrle wird am MedienMittwoch mit Dr. Andreas Weigend beide Visionen lebendig werden lassen und diskutieren, welche aktuellen Wege welche Folgen nach sich ziehen werden.

Für den in Berkeley lehrenden Datenexperten Weigend ist umfassendes Wissen um den Einsatz und die Nutzung digitaler Werkzeuge der Schlüssel, um „die Macht über unsere Daten“ wieder zu erlangen. In diesem Sinne ist sein Buch „Data for the People“, in Deutschland erschienen im Murmann Verlag, ein Meilenstein in der Debatte über unsere Privatsphäre und ein Weckruf für das Erlangen von Datenkenntnissen. Um „Digitalkompetenz“ zu erlangen und in einer digitalisierten Gesellschaft mitreden zu können, gilt es die Mechanismen der Verarbeitung digitaler Daten zu kennen.

Weigend propagiert eine aktive Teilhabe der Nutzer am Prozess der Datenveredelung. Anknüpfend an der Metapher vom „Öl des 21. Jahrhunderts“ klärt er über die Raffinierungsprozesse der Datensammler auf, gibt Einblicke in die Kontrollräume und leitet hiervon sechs Rechte ab, durch die wir erst wieder zu kompetenten aktiven Teilnehmern der digitalen Gesellschaft werden.

Der MedienMittwoch findet in Kooperation mit dem Big Data Lab der Goethe-Universität Frankfurt am Main statt.

 

Über die Gäste des Abends:

Dr. Andreas Weigend, ehemaliger Chefwissenschaftler von Amazon, hat in seinem Buch „Data for the People“ beschrieben, wie Daten die Qualität und den Zuschnitt individueller Dienstleistungen verbessern. Gleichzeitig wendet er sich gegen staatliche Kontrollen, wie sie jetzt die kommunistische Partei der Volksrepublik China durchsetzt. Weigend lebt und lehrt unter anderem in Shanghai und San Francisco.
http://weigend.com/

Hartwin Möhrle ist geschäftsführender Gesellschafter und Mitbegründer der in Frankfurt ansässigen A&B One Kommunikationsagentur GmbH. Möhrles Schwerpunkte liegen in den Bereichen Unternehmenskommunikation, Krisen- und Risikokommunikation, Issues-Management, Compliance- und Litigation- Kommunikation. Nach dem Studium der Pädagogik, Germanistik und Musik war Möhrle über zehn Jahre lang als Journalist und Chefredakteur tätig. Er ist Dozent an der Frankfurt School of Finance & Management, an der Deutschen Presseakademie (depak) und ausgebildeter Coach.
http://www.a-b-one.de/

 

MedienMittwoch
20. Juni 2018, 19 Uhr
Hörsaal H II, Campus Bockenheim, Frankfurt am Main
Veranstaltungsdetails

Hashtag der Veranstaltung:
#m2data

 

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m2 MedienMittwoch Stiftung
Wolfgang Borgfeld
T: 0178-3623068
wolfgang.borgfeld@medienmittwoch.de